Album Weitwanderung Pfingsten 2007Hobby

2007 Wanderung auf dem "Ligurischen Höhenweg"  mit Start in Ventimiglia in der "italienischen Richtung" ... soweit das Wetter mitmachte.  Die "nicht italienische Richtung" ist  umgedreht.. Die "Alta Via dei Monti Liguri" führt von der französischen Grenze bis zur Toskana.

Erstmal die Anreise : "Abenteuer Bahn". Preise und buchen per Internet .....geht nicht, eine Flug nach Timbuktu oder Australien oder .... ist leichter und einfacher zu bekommen. Versuch im Reisebüro mit DB Logo an der Tür - chancenlos . Reise nach Stuttgart zum Hauptbahnhof ist die einzige Möglichkeit um an Preise und Tickets zu kommen.

Aktuelle Details gibt es hier : http://www.altaviadeimontiliguri.it/eng/home.html . Der Webmaster hat uns sogar auf Anfrage eine Liste aller verfügbaren Telefonnummern zukommem lassen.

1. Tag Ventimiglia -- Azienda Agrituristica Refugio Alta Via (500 m )


Kalkfelsen

 

Folgende Literatur hat uns geholfen :

Sebastian Thomas
Italien: Alta Via - Ligurischer Höhenweg. OutdoorHandbuch
Der Weg ist das Ziel

Wichtig : hier sind die Einrichtungen aufgeführt bei denen man Schlüssel für die Selbstversorger Hütten bekommen bzw. wieder abgeben kann. Diese Info fehlt auf den offiziellen WEBseiten der Region.

 Höhenwege der ligurischen Berge - in deutscher Sprache ( gefunden bei Wittwer /Stuttgart - keine ISBN) - Unione Camere Commercio Liguri - Verlag Azienda Litografica Genovese - enthält dieselben Grafiken die auf allen Wegweisern an der AV stehen. Ausserdem Wegzeiten und ausgezeichnete Karten für jede Etappe.im Massstab 1:50000 . Leider zu wenig Information über die Übernachtungsmöglichkeiten. Deshalb allein nicht ausreichend.

 

 

 Refugio Alta Via , ein Bauernhof mit mehreren Zimmern und einem kleinen Campingplatz. Essen : sehr gut. Nachtisch gabs per Selbstbedienungsaufforderung von den Kirschbäumen.

  Tip : eigener Wein von lokaler alter Sorte aus dem Weinberg direkt vor dem Haus. Name: Rosetta .

 

 

 2. Tag Rifugio Alta Via - Testa d´Alpe (1587 m.) - Colle Scarassan (1222 m.) - Passo di Cane - Rifugio Gola di Gouta (1200 m.)

 

3. Tag - schlechtes Wetter - lokale Wanderung nach Pigna und zurück

4. Tag Colla Melosa Rifugio Gola di Gouta (1200 m.) -Fonte di Passo Dragurina (1810 m.)  - Gola dell´ Incisa      (1685 m.) - Refugio Allavana

 

 

 

Die „Alta Via dei Monti Liguri“ (AV) ist rot-weiss-rot und gut markiert. Meist ist die Markierung durch den Schriftzug „AV“ ergänzt, da andere Wege ebenfalls rot-weiss markiert sind.

 

 

Der Sentiero degli Alpini ein stellenweise spektakulär in den Fels gehauener Versorgungsweg aus dem zweiten Weltkrieg . Ein schöner Steig und herrlicher Sicht ist problemlos zu gehen . Die Schilderungen in den Führern scheinen übertreiben ( kleine Sensationen müssen halt sein ).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Einstieg auf der Allavena Seite . Viele Schilder , aber zum Alpinisteig nur ein Hinweis auf dem Brunnen. Die Klettersteige in der Nähe sind nichtmehr gepflegt und benutzbar .

 

 

 

 

 

Die Allavena Hütte ist nicht schlecht ausgestattet, jedoch das Personal lustlos ( Liegestuhl vor dem Ofen ) und das Essen lieblos gekocht und schmeckt entsprechend. Schlüssel für die Hütte San Remo gibts hier zum Mitnehmen und späterer Abgabe bei der Folgestation.

 Die gesamte AV hat wenig Trinkwasserstellen. Man findet viele alte Wasserstellen die offensichtlich nichtmehr funktionieren. Da wo Wasser ist, wird dieses sofort in Schläuchen abgeleitet.

Auf der gesamten Strecke die wir abgelaufen sind, war keine Einkaufsmöglichkeit direkt am Weg.

Die Selbstversorger Hütten ( meist alte Kleinstkasernen ) haben in der Regel auch keine Wasserstelle und sind verschlossen. Daher in akzeptablem Zustand statt heruntergekommen. 

 

 Links vom Weg Schilder in französischer Sprache , rechts in italienischer Sprache und das alle 10 Meter.......

 

 Pilze werden in diere Region offensichtlich in Gold aufgewogen

 

 

 

 

 

 5. Tag Refugio Allavana (1545 m ) - Sella D'Agnaira - Monte Saccarello (2200 m) - Refugio San Remo


  Kalt wars in der Nacht - das Gras am Boden ist gefroren.

Monte Saccarello(2164m) - bis kurz vor dem Gipfel schön Wetter und auf dem Berg Nebel mit ca. 10 m Sichtweite. Die Erlöserstatue „Il Redentore"  ist für uns nur als Schemen erkennbar. Die alten Befestigungsanlagen sind auch alle im Nebel verschwunden.

Selbstversorger Hütte San Remo :  kein Wasser in der Hütte. Wenn man Glück hat, sind die sehr netten Hüttenwirte da . Der Hüttenwirt Rolando Chierici beschaffte Wasser und die Wirtin Ines ein himmlisches lokales Abendessen. Mitgekocht und den Wein ausgesucht hat an diesem Abend Michele vom CAI San Remo der uns interessante Geschichten rund um San Remo erzählte. Rund um die Hütte gibt es viele Gemsen.

6. Tag Refugio San Remo - Colle di Nava

Vorbei am Forte Pozzanghi zum Colle di Nava. Ein kleiner Laden auf dem Pass. Das Hotel direkt auf dem Pass hat noch ein Zimmer frei. Halbpension ist angeblich im Hotel Lorenzina in der Provinz Imperia verboten ...???

Die Via Alpina Beschilderung weicht an einigen Stellen von der AV Route in diesem Bereich leicht ab.

 

7. Tag  Abbruch wegen Nebel und völlig aussichtsloser Wettervorhersage...eigentlich wollten wir noch bis Genua. Der Schulbus am nächsten Morgen bringt uns in 3 Stunden nach Imperia. 

 Die nächste Etape wäre nach Garessia gegangen.- Ziemlich lang , aber da ist ein Loch in den Übernachtungsmöglichkeiten. Als Alternative wird der Abstieg nach Ormeo angepriesen.

 

Auch die Rückfahrt : "Abenteuer Bahn". Tickets zu bekommen war problemlos. Sogar billiger , da über die Schweiz statt über Österreich. Aber ... Zugverspätung in Mailand ca 1 Stunde. Der Bahnhof ist derzeit im Umbau. Krach ohne Ende. Videogeflimmer + Lautsprecher um die Kunden zu vertreiben. Keine Gepäckaufbewahrung. Sitzplatzbuchung für einen anderen Zug nach Zürich ...unfreundliches warten in mehreren Sclangen und "geht nicht" . Das Beste: nach 21:00 gibt es keine Zugverbindung ab Zürich nach Stuttgart die in der Nacht noch ankommt. Bahntechnische Pampa in der Schweiz .Damit ist klar warum so viele schweizer Reisebusse auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt stehen. Also Übernachtung in Zürich.

 

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